BAföG - Warum?

1. Wozu BAföG?

BAföG ist nach Unterhalt und Stipendien die günstigste Möglichkeit ein Studium zu finanzieren.

Die Hälfte ist komplett geschenkt! Die andere Hälfte ist zwar ein Darlehen, aber ohne Zinsen. So günstig verleiht sonst niemand Geld. Und die Rückzahlung beginnt erst 5 Jahre nach dem Studium.

Außerdem gibt es BAföG als Darlehen mit Zinsen oft auch für ein zweites Studium - besser als nichts.

2. Woher weiß ich, ob ich BAföG bekomme?

Das wissen nur die Ämter für Ausbildungsförderung ganz genau. Stell daher den Antrag!

Im Internet werden viele Regelungen des Gesetzes nicht oder nur verkürzt dargestellt. Manchmal liest man auch nicht genau und denkt dann zu Unrecht man hätte keinen Anspruch.

Und wenn der BAföG-Bescheid falsch sein sollte: über einen Widerspruch kann das geklärt werden. Wer erst gar keinen Antrag stellt, bekommt auch nichts.

3. Lohnt es sich auch, wenn mein Antrag schon einmal abgelehnt wurde?

Ja, das kann durchaus sein. Einkommensverhältnisse der Eltern, eigenes Vermögen, Studium der Geschwister: all das hat einen Einfluss auf die Berechnung. Wenn sich etwas geändert hat, können aus 15 Euro schon mal 250 Euro Förderung werden.

Für ein Studium im Ausland gibt es eventuell BAföG, auch wenn im Inland kein Anspruch besteht.

4. Ist es nicht besser zu jobben?

Natürlich muss vom Nebenjob später nichts zurückgezahlt werden. Und München ist auch sehr teuer. Aber übertrieben viel arbeiten und nur mit halber Kraft studieren? Oder das Studium abbrechen? Dann lieber BAföG beantragen!

5. Sind andere Kredite nicht einfacher?

Das BAföG mag bürokratisch wirken. Es ist aber immer unschlagbar was die Kosten angeht. Günstiger als die Hälfte geschenkt und keine Zinsen zahlen geht nicht.

6. Und was ist mit Stipendien?

Natürlich macht es Sinn ein Stipendium zu nutzen. Bis 300 Euro bleiben begabungs- und leistungsbezogene Stipendien beim BAföG anrechnungsfrei. BAföG gibt es dann gegebenenfalls noch zusätzlich.