100 Jahre Studentenwerk München

FAQs Brand Studentenstadt Freimann

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Am 16.02.2021 ereignete sich im Haus 13 der Wohnanlage Studentenstadt in Freimann eine Katastrophe, die uns alle schwer erschütterte. Der Saunabereich des Hauses brannte in der Nacht komplett aus und durch die Rauchentwicklung wurden einige Bewohner/-innen des Hauses zum Teil schwer verletzt. Am 01.03.2021 verstarb die sehr schwer verletzte Studentin im Krankenhaus.

Diese Tragödie hat uns wie auch zahlreiche Studierende emotional sehr mitgenommen. In den Folgetagen gab es neben der emotionalen Belastung auch viele Fragen und Unsicherheiten. Daher möchten wir auf dieser Seite Ihre Fragen beantworten, um Ihnen ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen Lage und den Hintergrund unserer Entscheidungen zu vermitteln.

Zu einigen Punkten können wir wegen der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben machen. Wir kooperieren mit den hierzu tätigen Stellen und tun alles dafür, dass die Sachlage so schnell wie möglich geklärt wird.

Sollten Sie darüber hinaus weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht und schreiben Sie uns – am besten per E-Mail an wohnen@stwm.de.

FAQs Brand Studentenstadt Freimann

Was ist die Ursache für den Brand in Haus 13 der Studentenstadt Freimann?

Die Ermittlungen der Polizei laufen noch. Die Brandursache ist nach wie vor ungeklärt. Dem Studentenwerk München wurden von den Ermittlungsbehörden auch auf Nachfrage hin keine weiterführenden Informationen übermittelt. Zu etwaig anders lautenden Aussagen in den Medien beziehen wir aufgrund der laufenden Ermittlungen keine Stellung und treffen keine Aussage zu möglichen Brandursachen. Wir kooperieren mit den hierfür zuständigen Stellen und tun alles dafür, dass die Sachlage so schnell wie möglich aufgeklärt wird.

Warum mussten die Bewohner/-innen nach dem Brand aus dem Haus 13 ausziehen?

Durch den Brand wurden wichtige Versorgungsleitungen, welche sich im Keller des Hauses befinden, stark beschädigt. Aufgrund dieser Schäden kann das Haus derzeit nicht bewohnt werden.

Warum sind derzeit bei einigen Häusern Brandwachen eingeteilt?

Die Brandkastastrophe vom 16.02.2021 ist Anlass für das Studentenwerk München, den gesamten Immobilienbestand bezüglich des Brandschutzes nochmals eingehend überprüfen zu lassen. Die Branddirektion der Landeshauptstadt München führt unregelmäßig die sogenannte Feuerbeschau durch. Die durch die Branddirektion festgestellten Mängel werden dann in der Folge von technischem Personal umgehend beseitigt. Diese Feuerbeschau erfolgte in der Studentenstadt für die Hochhäuser 9 und 12 im Herbst letzten Jahres. Die erfassten Mängel wurden beseitigt. Da die beiden Gebäude der gleichen Bauzeit wie das Haus 13 entstammen, werden diese nochmals begutachtet. Generell ist eine Begehung immer nur eine Momentaufnahme. Da die Gebäude durch die Nutzung auch beständig Veränderungen unterliegen, wird das Studentenwerk München als Vorsichtsmaßnahme eine zusätzliche Begutachtung durchführen lassen.

Bei den Brandwachen, die vom Studentenwerk München bestellt wurden, handelt es sich um Angestellte eines Sicherheitsdiensts, die mit der Aufgabe betraut wurden, für die Sicherheit vor Ort zu sorgen und im Fall eines Brandgeschehens umgehend die Feuerwehr zu benachrichtigen. Diesen Dienst haben wir zusätzlich engagiert, da unsere Hausmeister vor Ort mit anderen Aufgaben betraut sind und nicht kontinuierlich die Häuser begehen können.

Was muss ich mir unter einer Brandwache vorstellen?

Eine Brandwache besteht aus zwei Security-Mitarbeitern/-innen und ist eine Form des organisatorischen Brandschutzes. Der Einsatz einer Brandwache ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Im Falle eines Brands wird damit eine schnellere Alarmierung der Feuerwehr und der Bewohner/-innen sichergestellt.

Werden die zusätzlichen Kosten, die durch die Bewachung der Gebäude verursacht werden, auf die Mieter/-innen umgelegt, so dass die Nebenkosten steigen?

Nein, die Kosten für die Brandwache werden nicht auf die Mieter/-innen umgelegt.

Welche Verbindung besteht zwischen dem Brand in Haus 13 und den Plänen zur Sanierung weiterer Wohnanlagen?

Grundsätzlich planen wir seit geraumer Zeit große Teile der Studentenstadt generalsanieren zu lassen. Über die Finanzierung finden hierzu Verhandlungen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr statt. Dabei liegt im nächsten Schritt unser Fokus auf den beiden Hochhäusern Haus 9 und 12. Um Sanierungen - auch abschnittsweise - durchführen zu können, haben wir entschieden, frei werdende Wohnplätze in diesen Häusern nicht mehr nachzubelegen. Die konkreten Sanierungskonzepte werden derzeit erarbeitet. In einem vollbelegten Gebäude wäre eine umfangreiche Sanierung schlicht nicht durchführbar. Mit diesem schrittweisen Vorgehen wollen wir unnötige Umzüge der aktuellen Bewohner/-innen so weit es möglich ist verhindern. Diese längerfristigen Sanierungspläne bestanden schon vor dem Brandfall in Haus 13. Aufgrund der Beschädigungen durch das Feuer ist Haus 13 natürlich in den Vordergrund dieser Überlegungen gerückt.

Wann bekommen betroffene Bewohner/-innen des Hauses 13 einen neuen Wohnplatz?

Es konnten bereits am 16.02.21 einige Bewohner/-innen einen neuen Wohnplatz beziehen. Rund 60 Bewohner haben bis zum 01. März einen neuen Wohnplatz erhalten. Einige Mieter haben ohnehin gekündigt, die restlichen Bewohner/-innen aus Haus 13 können aller Voraussicht nach zum 01. April einen neuen Wohnplatz beziehen.

Müssen auch Bewohner/-innen anderer Häuser umziehen?

Derzeit müssen keine Bewohner/-innen aus den Häusern 9 und 12 der Studentenstadt umziehen. Die Bewohner/-innen anderer Wohnanlagen müssen derzeit ebenfalls nicht umziehen. Um Sanierungen - auch abschnittsweise - durchführen zu können, haben wir entschieden frei werdende Wohnplätze in den Häusern 9 und 12 nicht mehr nachzubelegen. Dieses Vorgehen wählen wir gegebenenfalls auch für andere anstehende Sanierungen. Der Vorteil dabei ist, dass möglichst wenige Bewohner/-innen umziehen müssen und wir dennoch flexibel sind für notwendige Sanierungen.

Wie organisiere ich meinen Umzug vom Hotel zum neuen Wohnplatz?

Wir unterstützen bei Bedarf auch beim Transport von Gepäck vom Hotel zum neuen Wohnplatz. Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hilfe benötigen, bei unserem Servicedesk: wohnen@stwm.de - eine E-Mail-Nachricht wurde bereits an alle Hotel-Bewohner/-innen verschickt. Der Umzugsservice wird am 01.04.21 angeboten.

Die Turnhalle ist am 01.04.21 zwischen 09:00 und 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Die neuen Schlüssel erhalten Sie bei der Verwaltung, zu der Ihre Wohnanlage gehört. Informationen hierzu werden Ihnen von den Kollegen/-innen aus der Verwaltung per E-Mail zugeschickt.

Wie komme ich an mein in der Turnhalle eingelagertes Eigentum?

Hierfür vereinbaren Sie bitte mit den Mitarbeitern/-innen aus dem Bereich Technik einen Termin. Am besten schreiben Sie eine E-Mail an: wohnen-technik@stwm.de oder Sie melden sich telefonisch während der Sprechzeiten.

Telefonische Sprechzeiten:
Montag bis Freitag 09:00 bis 12:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 14:00 bis 16:00 Uhr
Telefon: 089 - 38196-1301/-1302/-1306

Wo kann ich jetzt in Ruhe lernen?

Aufgrund der Corona-Richtlinien sind leider nach wie vor alle Lesesäle geschlossen. Wir wissen nicht, wie lange diese Einrichtungen noch geschlossen bleiben müssen. Derzeit ist die Möglichkeit zu Lernen fast ausschließlich auf die eigenen vier Wände beschränkt.

Wird mir bei vorübergehenden Unterkünften ein Parkplatz zur Verfügung gestellt?

Falls Sie in einem anderen Wohnheim untergebracht wurden, stehen dort oft Parkplätze (zum Teil kostenlos, zum Teil kostenpflichtig) zur Verfügung. Etwaig anfallende Parkplatzgebühren werden von uns nicht übernommen.

Wohin wende ich mich, wenn ich Fragen zu meinem alten/neuen Wohnplatz habe?

Bei Fragen rund um Ihren Wohnplatz wenden Sie sich bitte wie gewohnt an Ihre Wohnheimverwaltung. Befindet sich Ihr Wohnplatz in der Studentenstadt, schreiben Sie bitte an: wohnen-team2@stwm.de.

Kann ich ein Wohnplatzangebot ablehnen?

Wir versuchen unser Möglichstes, Ihnen weiterhin einen Wohnplatz in der Studentenstadt anzubieten, können jedoch keine Garantie geben, dass es klappt. Wenn Sie lieber in eine andere Wohnanlage umziehen möchten, versuchen wir dies natürlich zu ermöglichen. Hierzu wurde in der Kalenderwoche 8 unter allen Bewohnern/-innen eine Abfrage durchgeführt. Falls Ihnen unser erstes Angebot nicht zusagt, werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen und nach anderen Möglichkeiten suchen. Als Orientierung verwenden wir u.a. die vorliegende Bewerbung, bei der in der Regel drei Wunsch-Wohnanlagen genannt wurden.

Was muss ich tun, wenn mein persönliches Eigentum beim Brand beschädigt wurde?

Grundsätzlich sind für private Sachgegenstände, welche in die Wohnräume eingebracht wurden, selbst Haftungsabdeckungen über eine Hausratversicherung (z.B. über die Eltern oder selbst), abzuschließen, welche im Schadensfall heranzuziehen sind. Bitte wenden Sie sich bei Unklarheiten an unser Servicedesk, am besten per E-Mail: wohnen@stwm.de

Was muss ich tun, wenn ich medizinische Hilfe in Anspruch genommen habe und die Behandlung aus eigener Tasche bezahlt habe?

Einzelne Kosten, wie z.B. Erstattung für Medikamente, Arztbesuche, Krankentransporte, Heilbehandlung werden erstattet. Bitte melden Sie sich diesbezüglich bei unserem Servicedesk (wohnen@stwm.de). Wir übermitteln Ihnen ein entsprechendes Formular, welches Sie bitte ausgefüllt an uns zurück schicken.

Kann das Haus 13 in naher Zukunft wieder bewohnt werden? Wenn ja, darf ich dann in mein altes Zimmer zurück?

Diese Frage kann derzeit nicht beantwortet werden. Im ersten Schritt müssen die Schäden aufgenommen und bewertet werden: Im Anschluss werden wir beurteilen, ob das Haus nach Beseitigung der Brandschäden wieder belegt werden kann oder ob es vernünftiger ist, eine Komplettsanierung vorzunehmen.

Bekomme ich die Miete zurück, wenn ich kein Hotelzimmer benötigt und kein neues Zimmer bezogen habe?

Ja, wenn Sie keinen Gebrauch von einer Unterbringung im Hotel oder einem anderen Wohnplatz (direkter Umzug) in einer unserer Wohnanlagen gemacht haben, dann wird Ihnen die Teilmiete gutgeschrieben bzw. erstattet.

Wie verhält es sich mit der Kaution der Bewohner/innen von Haus 13?

Derzeit ist noch nicht geklärt, ob das Haus 13 in der StuSta teil- oder generalsaniert wird. Den Mietern/-innen wird deshalb ohne eine formelle Abnahme des Wohnplatzes die Mietkaution erstattet bzw. auf den neuen Wohnplatz übertragen.

Bekomme ich bei Bedarf und aufgrund der besonderen Umstände eine Wohnzeitverlängerung?

Bitte haben Sie Verständnis, dass eine generelle Wohnzeitverlängerung trotz der aktuellen Sondersituation nicht möglich ist. In besonderen Härtefällen werden wir jedoch selbstverständlich wie gewohnt den Einzelfall prüfen und entscheiden.

Wie geht es mit der Heimselbstverwaltung und den vielen Gemeinschaftseinrichtungen in der StuSta weiter?

Durch die geltenden Corona-Richtlinien ist derzeit keine Öffnung der Gemeinschaftseinrichtungen möglich. Wir hoffen hierbei auf eine zügige Lockerung. Unabhängig davon muss ein Konzept erarbeitet werden, um den zukünftigen Betrieb auf rechtlich sichere Beine zu stellen. Hierfür bedarf es weiterer Gespräche zwischen den Gremien der Heimselbstverwaltung und dem Studentenwerk.

Wer hilft mir weiter, wenn ich aufgrund der Belastung der letzten Zeit momentan nicht in der Lage bin eine Prüfung zu schreiben ?

Wir empfehlen, sich umgehend mit der Hochschule (Fakultät, Prüfungsamt) in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wohin kann ich mich wenden, wenn mich die Vorkommnisse der letzten Zeit zu sehr belasten?

Betroffene können sich an unser Beratungszentrum wenden. Zudem stehen viele weitere Angebote zur Verfügung, die wir im Folgenden aufgelistet haben.

https://www.studentenwerk-muenchen.de/beratungsnetzwerk/

https://www.studentenwerk-muenchen.de/beratungsnetzwerk/psychotherapeutische-und-psychosoziale-beratung/


Zudem können Sie sich auch für Anrufe außerhalb unserer Sprechzeiten an folgende Anlaufstellen wenden:

Evangelische Telefonseelsorge

Tel.: 0800 - 111 01 11

Katholische Telefonseelsorge

Tel.: 0800 - 111 02 22


Münchner Insel

Marienplatz Untergeschoss 80331 München

Tel.: 089 - 22 00 41 und 089 - 21 02 18 48

Mo bis Fr: 9.00 bis 18.00 Uhr und Do: 11.00 bis 18.00 Uhr

 

KRISENDIENST Psychiatrie

Täglich 24 Stunden telefonisch erreichbar

Tel.: 0800 - 655 3000

 

DIE ARCHE Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V.

Saarstraße 5 - 80797 München

Tel.: 089 - 33 40 41

Mo bis Fr: 9.00 bis 13.00 Uhr und 14.30 bis 17.00 Uhr