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Überbrückungshilfe

  • Kategorien: Finanzierung
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Durch die Corona-Pandemie gerieten viele Studierende in eine finanzielle Notlage, weil sie beispielsweise durch die monatelangen Gastronomieschließungen ihren Nebenjob verloren. In solchen Fällen konnten Betroffene von Juni 2020 bis zum 30. September 2021 bei den Studenten- und Studierendenwerken die Überbrückungshilfe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende beantragen. Wurde ihr Antrag bewilligt, erhielten sie zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Der Bedarf war enorm, allein im Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks München bearbeiteten die Sachbearbeiter/-innen insgesamt 23.795 Anträge auf Überbrückungshilfe. Mit Erfolg: 18.274 Anträge (77 Prozent) wurden schließlich bewilligt, so dass das Studentenwerk München 8.280.000 Euro an Überbrückungshilfegeldern auszahlen konnte.

Bundesweit gingen dem BMBF zufolge knapp 620.000 Anträge bei den Studierenden- und Studentenwerken ein. Mehr als ein Drittel davon stammten übrigens von internationalen Studierenden. Fast 433.000 Anträge wurden schließlich bewilligt. Das entspricht einer Quote von rund 69,9 Prozent, laut BMBF erhielten 60 Prozent aller Antragsteller (circa 109.000 Studierende) nach der Bewilligung mindestens einen Monat lang die Überbrückungshilfe, fast drei Viertel sogar sieben Monate oder länger. Die durchschnittliche Höhe der Überbrückungshilfe beziffert das Ministerium dabei auf 452 Euro. Bis November 2021 seien den Studierenden bislang 196 Millionen Euro zugesagt worden. Die Gesamtkosten der Maßnahme lägen bei bisher rund 214 Millionen Euro.