100 Jahre Studentenwerk München
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Mobilitätsbefragung

  • Kategorien: Studentisches Wohnen
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Wie sich Studierende der Studentenstadt fortbewegen

Bei der Betrachtung der Mobilität von Studierenden ist das Studentenwerk München einen bedeutenden Schritt weiter. Wegen der Stellplatzsatzung, welche die Anzahl der bereitzustellenden Parkplätze pro Wohnplatz vorschreibt, befand sich das Studentenwerk München schon länger mit der Stadt München in Gesprächen. Denn die Satzung erschwert teilweise eine sinnvolle Nachverdichtung im Sinne der Studentenschaft. Um eine zusätzliche Planungsgrundlage zu haben, führte das Studentenwerk München daher zusammen mit der Stadt München und dem Statistikdienstleister Netques eine Mobilitätsbefragung bei Studierenden in der Studentenstadt durch – mit sehr interessanten Ergebnissen.

Zur Uni mit dem öffentlichen Personennahverkehr

Die Studierenden in München nützen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Mehr als  90 Prozent fahren mit den Angeboten der Münchner Verkehrsgesellschaften zur Uni und zurück. Davon verfügen ein Viertel über das Semesterticket, fast drei Viertel der Studentenschaft stockt darüber hinaus sogar auf das MVV-Ticket für das Gesamtnetz auf. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in München kommt hier also der favorisierten Fortbewegungsart der Lernenden sehr entgegen.

Mit dem Rad unterwegs

Auch das Fahrrad spielt als Fortbewegungsmittel eine große Rolle, insbesondere in der wärmeren Jahreszeit. Bei einer durchschnittlichen Anreisezeit zur Uni zwischen 20 und 30 Minuten ein erfreuliches Ergebnis, da das Rad die ökologischste Variante der Fortbewegung darstellt. Internationale Studentinnen und Studenten dagegen fahren in München eher nicht mit dem Rad.

Fortbewegung ohne Auto

Über ein Auto verfügen nur rund 13 Prozent der von uns befragten Studentinnen und Studenten aus der Studentenstadt Freimann. Und das auch fast ausschließlich zur Anreise nach München oder zur Rückfahrt nach Hause. Innerhalb der Stadt bewegt sich nur ein verschwindend kleiner Teil mit dem Kraftfahrzeug: im Sommer ca. ein Prozent, im Winter drei Prozent derer, die über einen Wagen verfügen. Interessant ist, dass von den Autofahrern die Hälfte dazu bereit wäre, für einen Stellplatz an ihrem Studentenwohnheim eine Gebühr zu zahlen. Die oft mühsame Suche nach einem Parkplatz geht einfach auf Kosten der Lernzeit.

Die Befragung bestätigt, was das Studentenwerk München prognostizierte: Das Auto ist nicht das Forstbewegungsmittel der Wahl der Studentinnen und Studenten. Das wirkt sich positiv auf die Argumentation bezüglich der Stellplatzvergabe aus, denn München braucht mehr Wohnraum für Studierende, keine Parkplätze.

Weitere Befragungen

Zur Verifizierung der Ergebnisse sollen in Kürze Befragungen in zwei weiteren Wohnheimen durchgeführt werden: in der Agnes-/Adelheidstraße und im Felsennelkenanger. Das Studentenwerk München ist gespannt, ob sich die Ergebnisse bestätigen oder ob es beispielsweise bei Wohnheimen mit zentraler lage Abweichungen gibt.