BAföG - Warum?

1. Was bringt BAföG?

BAföG ist nach Unterhalt und Stipendien die günstigste Möglichkeit ein Studium zu finanzieren.

Die Hälfte ist komplett geschenkt! Die andere Hälfte ist zwar ein Darlehen, aber ohne Zinsen. So günstig verleiht sonst niemand Geld. Und die Rückzahlung beginnt erst 5 Jahre nach dem Studium.

Außerdem gibt es BAföG manchmal auch für ein zweites Studium. Seit Wintersemester 2019/20 wird dieses ohne Zinsen gefördert wie eine Erstausbildung.

2. Ist es nicht besser zu jobben?

Vom Nebenverdienst muss später nichts zurückgezahlt werden. Und München ist auch sehr teuer, so dass viele ohnehin einen Job brauchen.

Aber übertrieben viel arbeiten und nur mit halber Kraft studieren? Oder gar das Studium abbrechen?

Dann lieber BAföG beantragen! Jobben geht auch zusätzlich. Bis zu einem Verdienst von 450 Euro brutto pro Monat im Durchschnitt wird nichts abgezogen (außer z. B. bei Einnahmen aus einem Pflichtpraktikum).

3. Sind andere Kredite nicht einfacher?

Das BAföG mag bürokratisch wirken. Es ist aber immer unschlagbar was die Kosten angeht. Günstiger als die Hälfte geschenkt und keine Zinsen zahlen geht nicht.

Außerdem ist der BAföG-Antrag vollständig kostenlos. Private Anbieter verlangen Geld für die Unterstützung beim Ausfüllen und Einreichen des Antrags. Das können Sie sich allerdings sparen.

4. Und was ist mit Stipendien?

Natürlich macht es Sinn ein Stipendium zu nutzen. BAföG gibt es gegebenenfalls zusätzlich. Bis zu 300 Euro monatlich bleiben ohne Anrechnung. Das gilt für Stipendien, die begabungs- und leistungsabhängig sind.

Wir beraten Sie gerne zu Stipendien.

5. Mache ich mit BAföG nicht Schulden?

Ja, die Hälfte der Förderung ist ein Darlehen. Für dieses fallen jedoch keine Zinsen an!

Das ist ein riesiger Pluspunkt, gerade bei einer langen Rückzahlungsphase. Das Darlehen ist außerdem insgesamt auf maximal 10.010 Euro begrenzt für Bachelor und Master zusammen, egal wie hoch die Förderung ist. Wer größere Teilbeträge zahlt kann zusätzlich einen deutlichen Nachlass erhalten - fast bis zu einem Drittel.

Die Rückzahlung ist außerdem abhängig vom Einkommen. Bei geringem Einkommen können Sie eine befristete Freistellung von der Ratenzahlung beantragen. Die monatliche Mindest-Rate beträgt derzeit 130 Euro. Wenn Sie eine Rate nicht begleichen können, ist eine Stundung möglich. Nähere Auskünfte erteilt das Bundesverwaltungsamt.

Kurz: niemand muss eine übermäßige Verschuldung durch BAföG befürchten.

6. Woher weiß ich, ob ich BAföG bekomme?

Das können nur die Ämter für Ausbildungsförderung verbindlich feststellen. Es ist daher immer der sicherste Weg den Antrag zu stellen.

Im Internet gibt es zwar einige BAföG-Rechner. Dort werden aber manche gesetzliche Bestimmungen nicht richtig dargestellt bzw. berücksichtigt. Manchmal liest man auch nicht genau und denkt dann zu Unrecht, dass man keine Förderung erhalten kann. Wer Zweifel hat: einfach in die Beratung kommen!

7. Lohnt sich ein Antrag auch, wenn er schon einmal abgelehnt wurde?

Ja, das kann durchaus sein. Die Einkommensverhältnisse der Eltern, eigenes Vermögen, oder die Lebenssituation der Geschwister: all das hat einen Einfluss auf die Berechnung. Wenn sich bei diesen Punkten etwas ändert, können aus 15 Euro schon mal 250 Euro Förderung werden. Berechnungsbeispiele gibt es auf www.bafög.de.

Für ein Studium im Ausland gibt es eventuell BAföG, auch wenn im Inland kein Anspruch besteht.