FAQ - das Wichtigste in Kürze

Wichtige Hinweise vorab

Die Bearbeitung von BAföG-Anträgen wird vor allem dadurch verzögert, dass die Anträge unvollständig ausgefüllt sind, oder die benötigten Nachweise fehlen.

Wir empfehlen daher dringend, in die Sprechstunde zu kommen, alle Unterlagen möglichst gesammelt einzureichen und die Anträge so früh wie möglich zu stellen. Außerdem unterstützt der Online-Antrag beim richtigen Ausfüllen.

Für Studienanfänger: Es macht keinen Sinn, den Antrag zu stellen, wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie studieren wollen. Der Antrag muss von uns per Post an das zuständige Amt geschickt werden, was wertvolle Zeit kostet. Stellen Sie den Antrag, sobald Sie sich für einen Studienort entschieden haben. Reichen Sie den Antrag komplett ein. Nur in diesem Fall kann Ihnen ein Vorschuss bewilligt werden.

Für die weiteren Anträge: Kümmern Sie sich rechtzeitig um den zweiten und dritten Antrag! Wenn Ihr Antrag für das Wintersemester bei uns erst am 31. Juli eingeht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu Zahlungsverzögerungen kommt, weil der Antrag unvollständig ist. Uns bleibt dann nicht genügend Zeit, um bei Ihnen bis Oktober die nötigen Unterlagen anzufordern.

Lassen Sie nicht andere Ihre finanziellen Angelegenheiten für Sie regeln! Wir empfehlen allen Studierenden dringend, dass sie sich selbst um den BAföG-Antrag kümmern. Übertragen Sie diese Aufgabe nicht ausschließlich auf Ihre Eltern. Es geht um die Finanzierung Ihres Studiums.

Allgemeines

Antragstellung

Übergang von Bachelor zu Master

Art und Umfang der Förderung, Rückzahlung

Dauer der Förderung, Studienfachwechsel

Altersgrenze

Leistungsnachweis

Elternabhängige Förderung

Eigenes Einkommen

Vermögensanrechnung

Förderung im Ausland

Förderung für Ausländer

Andere Förderungsmöglichkeiten

Allgemeines

Was heißt BAföG?

BAföG ist die Abkürzung für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Den Gesetzestext finden Sie hier.

Das Gesetz gilt im gesamten Bundesgebiet.  Die Landesbehörden sind für die Verwaltung zuständig (Ämter für Ausbildungsförderung).

Wer bekommt BAföG?

Leistungen nach dem BAföG können Schüler bzw. Studierende an BFS, FS, BOS, FOS, FAK, Kollegs, Fachhochschulen, Kunsthochschulen und Hochschulen zur Bestreitung von Lebensunterhalt und Ausbildung erhalten, wenn ihnen nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen (Bedarf). Bitte beachten Sie die Zuständigkeit ("Schüler-BAföG" oder "Studierenden-BAföG").

Wo kann ich Informationsmaterial erhalten?

Bei jedem Amt für Ausbildungsförderung (Studentenwerke, Kreisverwaltungen, Stadtverwaltungen) und im Internet unter: www.bafög.de

An wen kann ich mich mit allgemeinen Fragen zum BAföG wenden?

Wenn Sie ein Studium an einer Hochschule planen oder durchführen, können Sie sich mit grundsätzlichen Fragen zum BAföG oder zur Studienfinanzierung an unsere Allgemeine BAföG-Beratung wenden. Außerdem gibt es die Hotline des Bundesministeriums: 0800-223 63 41.

Wenn Sie bereits einen Antrag gestellt haben, stehen Ihnen für die weitere Beratung unsere Mitarbeiter im BAföG-Service-Zentrum zur Verfügung.

Antragstellung

Kann ich den Antrag im Internet ausfüllen?

Ja! Seit dem Sommersemester 2010 kann der Antrag für eine Ausbildung in Bayern online ausgefüllt werden unter: www.bafoeg-bayern.de.

Das Antragsformular muss allerdings nach wie vor mit Ihrer Unterschrift beim Amt für Ausbildungsförderung eingehen, damit der Antrag wirksam wird. Der Posteingang ist auch entscheidend für den Stichtag, z. B. hinsichtlich des Vermögens.

Zusätzliche Formulare zur Verfahrenserleichterung finden Sie hier.

Für den ersten Antrag sollten Sie immer die Beratung in Anspruch nehmen. Unsere Mitarbeiter/innen stehen Ihnen für allgemeine Fragen zum BAföG im Beratungszentrum und für die Prüfung Ihrer Unterlagen bei der konkreten Antragstellung im BAföG-Service-Zentrum zur Verfügung.

Was bringt mir der Online-Antrag?

Wenn Sie den Antrag online ausfüllen, werden Sie auf Lücken und Fehler hingewiesen. Sie erhalten eine Liste mit den typischerweise benötigten Unterlagen. Die eingegebenen Daten können direkt vom Sachbearbeiter abgerufen werden und müssen nicht abgetippt werden. Das spart Zeit, die für die Bearbeitung Ihres Antrags zur Verfügung steht.

Wo finde ich Informationen zum Online-Antrag?

Nähere Informationen zur Online-Antragsstellung finden Sie in der Broschüre zum Online-BAföG.

Kann ich den Antrag formlos stellen?

Ja. Während der Ausbildung kann dies Sinn machen, wenn Sie den Antrag mit Hilfe des Formblatts nicht mehr rechtzeitig vor Ablauf des Monats einreichen können (es gilt der Eingang im Amt). Sie erhalten dann auch Zahlungen für diesen Monat.

Die Stellung eines formlosen Antrags hat allerdings auch einen Nachteil: Im Wintersemester sind mehrere Tausend Anträge zu bearbeiten. Wenn Sie uns lediglich einen Brief schreiben, dann muss der Sachbearbeiter den formellen Antrag bei Ihnen anfordern. Hierdurch verzögert sich die Bearbeitung des Antrags zusätzlich. Wenn Sie einen formlosen Antrag stellen wollen, kommen Sie daher am besten in unsere Allgemeine BAföG-Beratung. Dann wird Ihnen  gleich erklärt, worauf es ankommt, und Sie erhalten die Formblätter.

Wo muss ich den Antrag einreichen?

Für ein Studium: beim Studentenwerk am Hochschulort.

Für alle Hochschulen in Oberbayern
(außer in Eichstätt, Ingolstadt und Triesdorf):

Studentenwerk München
Amt für Ausbildungsförderung
Leopoldstr. 15
80802 München

Besondere Zuständigkeiten gelten bei einem Studium im Ausland. Für das Schüler-BAföG wenden Sie sich bitte an das kommuale Amt.

Wo bekomme ich die Antragsformulare?

Wir bitten Sie um Verwendung des Online-Antrags, da dies günstiger ist.

Wenn Sie dennoch die Formblätter haben möchten, erhalten Sie diese in der Regel bei jedem Amt für Ausbildungsförderung. Im Internet gibt es die Formblätter zum Download unter www.bafög.de. Für eine Antragstellung beim Studentenwerk München beachten Sie bitte die Hinweise hier.

Wann muss ich den Antrag stellen?

Es bestehen keine Fristen für die Antragstellung. Eine späte Antragstellung hat allerdings zur Folge, dass Sie vermutlich längere Zeit auf die abschließende Bearbeitung - und damit auf Ihr Geld - warten müssen. Für die Vergangenheit gibt es keine Zahlungen.

Für Studienanfänger:

Es empfiehlt sich, den ersten Antrag so frühzeitig wie möglich zu stellen, spätestens im ersten Monat der Ausbildung, da Ausbildungsförderung nicht für vergangene Monate gezahlt wird. Achtung: es zählt der Eingang im Amt! Zur Fristwahrung genügt notfalls ein formloser - aber immer zu unterschreibender - Antrag, auch per Fax. Für eine zügige Bearbeitung sollte das gesetzliche Formblatt mit den erforderlichen Nachweisen eingereicht werden.

Wenn Sie noch keinen Studienplatz haben, macht der Antrag allerdings keinen Sinn, da in diesem Fall die Zuständigkeit noch nicht bestimmt werden kann. Der Antrag muss dann per Post weitergeleitet werden, was zusätzlich Zeit kostet.

Für weitere Anträge:

Denken Sie an die Möglichkeit der Weiterleistung! Hier ist eine frühere Antragstellung nötig. Kümmern Sie sich am besten schon vier Monate vor Ablauf Ihres Bewilligungszeitraums um den nächsten Antrag.

Was ist, wenn ich noch nicht alle Angaben machen kann oder Unterlagen fehlen?

Der Antrag kann erst abschließend bearbeitet werden, wenn alle für die Bewilligung relevanten Unterlagen vorliegen. Sie werden von uns angeschrieben, wenn wir noch Nachweise benötigen.

Für eine Bewilligung in jedem Fall erforderlich sind:

  • Formblatt 1 mit Anlage 1
  • Formblatt 3 für jeden Elternteil, jeweils mit Nachweisen zum Einkommen (Ausnahme: elternunabhängige Förderung)
  • Immatrikulationsbescheinigung oder Formblatt 2
  • Nachweise zum Vermögen (am Tag des Antragseingangs!)

Denken Sie daran, dass keine Leistung für die Vergangenheit erfolgt. Darum sollten Sie mit der Antragstellung nicht zögern. Fehlende Unterlagen können Sie nachreichen. Ein vollständiger Antrag kann allerdings viel schneller bearbeitet werden! Kommen Sie bei Fragen am besten in unser BAföG-Service-Zentrum.

Muss ich den Antrag persönlich abgeben?

Nein, es genügt auch die Zusendung per Post (siehe Anschrift). Bei der Beratung vor Ort können Sie aber auch offene Fragen klären und erfahren, welche Unterlagen eventuell noch fehlen. Dann kann die Bewilligung in der Regel viel schneller erfolgen.

Warum muss ich den Antrag mehrmals stellen?

Es steht im Gesetz, dass Ausbildungsförderung in der Regel für 12 Monate bewilligt wird. Gründe dafür sind insbesondere die Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern und dem Einkommen und Vermögen des Antragstellers. Eine Änderung dieser Grundlagen soll nach der Vorstellung des Gesetzgebers jährlich berücksichtigt werden.

Rechtzeitig vor Ablauf des Bewilligungszeitraums muss daher ein neuer Antrag gestellt werden, sonst erhalten Sie keine Zahlungen mehr (siehe insbesondere Weiterleistungsantrag).

Was ist ein Weiterleistungsantrag?

Das ist ein ganz normaler Antrag, der gestellt wird, wenn man schon BAföG-Förderung erhält. Bei der Weiterleistung wird der bisherige Betrag einfach weitergezahlt, ohne dass der Antrag schon abschließend geprüft wurde.  So vermeiden Sie Finanzierungslücken. Die Weiterleistung erfolgt jedoch unter Vorbehalt, so dass die tatsächliche Bewilligung höher oder niedriger ausfallen kann (ggf. Rückforderung oder Nachzahlung).

Die Weiterleistung ist allerdings nur möglich, wenn der Antrag mindestens zwei Monate vor Ablauf des vorhergehenden Bewilligungszeitraums (BWZ) gestellt wird. Beispiel: bei Ablauf des BWZ Ende September - z.B. 10/2012 bis 09/2013 - muss der Antrag für den nächsten Zeitraum also bis spätestens 31. Juli 2013 beim Amt für Ausbildungsförderung eingehen. Der Antrag muss zudem im Wesentlichen vollständig sein. Verwendet werden die gleichen Antragsformulare wie bei der ersten Antragstellung.

Im Wesentlichen vollständig bedeutet im Regelfall:

  • Einkommens- und Vermögenserklärung des Auszubildenden (Formblatt 1 - mit Nachweisen)
  • ggf. Einkommenserklärung des Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartners des Auszubildenden (Formblatt 3 - mit Nachweisen)
  • Einkommenserklärung der Eltern (Formblatt 3 - mit Nachweisen; Ausnahme: elternunabhängige Förderung)
  • ab Erreichen des 5. Semesters: Leistungsnachweis (Formblatt 5)

Legen Sie bitte alle in den Formblättern verlangten Nachweise bei, um das Verfahren zu beschleunigen! Das Amt benötigt immer alle Seiten der Nachweise in Kopie (einschließlich der letzten Seite des Steuerbescheids).

Kann ich den Antrag zurücknehmen und zu einem späteren Zeitpunkt neu stellen?

Die Antragsrücknahme ist jederzeit möglich, solange noch kein Bescheid vorliegt. Vermögen darf aber natürlich trotzdem nicht "zur Seite geschafft" werden. Bei einer erneuten Antragstellung wird daher geprüft, ob die Gründe für eine Verringerung des Vermögens anerkannt werden können. Denken Sie daran, dass rückwirkend - also für die Monate bis zur neuen Antragstellung - keine Ausbildungsförderung gezahlt werden kann!

Die Antragsrücknahme kann z. B. sinnvoll sein, um den Beginn des Bewilligungszeitraums nach hinten zu schieben, wenn das aktuelle Einkommen der Eltern herangezogen wird und im nächsten Kalenderjahr erheblich geringer ist.

Wenn ein Bewilligungsbescheid ergangen ist (und kein Widerspruch eingelegt wurde), kann der Antrag nicht mehr zurückgenommen werden. Über den Förderungsanspruch wurde dann (für die auf dem Bescheid genannte Zeit) abschließend entschieden. Es können auf Wunsch allerdings die Zahlungen eingestellt werden. Dann erhöht sich die BAföG-Darlehensschuld nicht weiter und es können eventuell hohe Rückforderungen vermieden werden, wenn der Anspruch aus irgendeinem Grund entfallen ist.

Übergang vom Bachelor zum Master

Ich bin gleichzeitig im Bachelor- und im Master-Studium immatrikuliert. Wie kann ich gefördert werden?

Hier ist zu unterscheiden:

a) Sind noch nicht alle (Prüfungs-)Leistungen im Bachelor-Studium erbracht, erfolgt die Förderung ausschließlich für den Bachelor-Studiengang, da dieser noch nicht abgeschlossen wurde. Normalförderung (d.h. hälftiger Zuschuss und hälftiges unverzinsliches Darlehen) wird gewährt, wenn die Regelstudienzeit noch nicht überschritten ist oder der Studierende einen gesetzlich anerkannten Grund (z.B. Krankheit) für die Verzögerung anführen kann. Bei Überschreitung der Regelstudienzeit erfolgt die Förderung durch verzinsliches Bankdarlehen (§ 15 Abs. 3a BAföG). Förderung für den Master-Studiengang nach § 7 Abs. 1a BAföG kann erst ab Beendigung aller Prüfungsleistungen im Bachelor-Studiengang gewährt werden, sofern rechtzeitig  ein entsprechender Antrag für den Master-Studiengang gestellt wird.

b) Wurden bereits alle Prüfungsleistungen im Bachelor-Studium erbracht, das Abschlusszeugnis jedoch noch nicht erteilt, endet die Förderung für den Bachelor-Studiengang. Förderung für das Master-Studium ist möglich, wenn die Hochschule bescheinigt, dass die notwendigen Prüfungsnoten für die endgültige Zulassung im Master-Studium erreicht werden.

Wie kann ich die Lücke überbrücken,  die entsteht, wenn ich mein Bachelor-Studium im Juni beende und ich erst im Oktober mit dem Master-Studium beginnen kann?

Für diese Zeit kann leider keine Förderung gewährt werden, da während dieser Zeit keine Ausbildung betrieben wird. Maßgeblich für das Ende der Förderung für den Bachelor-Studiengang ist der letzte relevante Prüfungsteil, also der Teil, für den die letzten ECTS-Punkte vergeben werden.

Was ist, wenn zwischen Beendigung des Bachelor-Studiums und Beginn des Master-Studiums nur ein Monat liegt?

In diesem Fall ist die Förderung auch für den ausbildungsfreien Monat gemäß § 15 b Abs. 2 BAföG möglich.

Art und Umfang der Förderung, Rückzahlung

Mit wie viel BAföG kann ich rechnen?

Für den Besuch einer Hochschule werden bis zu 670 Euro monatlich gezahlt. Zusätzlich erhalten Sie für jedes eigene Kind bis zu zehn Jahren, das im gleichen Haushalt lebt, einen Zuschlag von 113 Euro für das erste Kind und 85 Euro für jedes weitere Kind.

Die konkrete Höhe der Förderung hängt von den Wohn- und Versicherungsverhältnissen sowie Einkommen und Vermögen ab.

Kann ich mir mein BAföG ungefähr ausrechnen lassen?

Bei den Ämtern ohne Antrag in der Regel nicht. Eine Eigenberechnung wird unter www.bafoeg-forum.de angeboten. Für dieses Angebot ist die Firma Datagroup verantwortlich, ein Rechtsanspruch kann aus der Berechnung nicht hergeleitet werden.

Es gibt auch andere private BAföG-Rechner online. Bitte beachten Sie, dass in vielen Fällen die genaue rechtliche Einordnung - z. B. von Einnahmen - entscheidend ist. Es kann daher sein, dass Sie tatsächlich keine Förderung erhalten, obwohl der Online-Rechner ein positives Ergbnis anzeigt, oder dass Ihnen Leistungen zustehen, obwohl sich nichts errechnet.

Die genaue Prüfung kann nur vom zuständigen Amt für Ausbildungsförderung vorgenommen werden - und nur, wenn Sie einen Antrag stellen.

Wird BAföG als Zuschuss oder als Darlehen geleistet?

Während der "Normal-Förderung" wird BAföG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als zinsloses Darlehen geleistet. Nur in Ausnahmefällen ist die Förderung auf ein verzinsliches Bankdarlehen der staatlichen KfW-Bank beschränkt. Der Kinderbetreuungszuschlag wird immer voll als Zuschuss geleistet.

Wann muss ich den Darlehensanteil zurückzahlen?

Die Rückzahlung des Darlehens beginnt fünf Jahre nach Erreichen der Förderungshöchstdauer (Regelstudienzeit). Den Rückzahlungsbescheid mit der Höhe des Darlehens und der Höhe der Rückzahlungsrate erhalten Sie ca. ein halbes Jahr vor diesem Zeitpunkt. Zentral zuständig für das Einziehen der Staatsdarlehen ist das Bundesverwaltungsamt, 50728 Köln.

Alle Infos zur Rückzahlung finden Sie hier.

Die Ämter für Ausbildungsförderung können keine näheren Auskünfte zum Stand des Verfahrens beim Bundesverwaltungsamt erteilen.

Gibt es eine Höchstgrenze für das zurückzuzahlende Darlehen?

Ja, die Darlehenshöchstgrenze beträgt 10.000 Euro für alle Ausbildungsabschnitte (insgesamt).

Kann das Darlehen verringert werden (Teilerlass)?

Ja. Nähere Informationen zum Erlass wegen vorzeitiger Rückzahlung finden Sie auf der Homepage des BVA.

Der Teilerlass wegen kurzer Studiendauer oder wegen besonders guter Leistungen ist nur noch für Ausbildungen vorgesehen, die bis zum 31.12.2012 abgeschlossen wurden.

Werden auch Studiengebühren über das BAföG finanziert?

Nein, die Studiengebühren werden im BAföG nicht berücksichtigt, da die Erhebung Sache der Länder ist. Falls erforderlich, können Sie ein Studienbeitragsdarlehen aufnehmen.

Zuständig für die Erhebung der Studiengebühren und etwaige Erlasse sind allein die Hochschulen. Die Ämter für Ausbildungsförderung können dazu keine Auskünfte erteilen.

Wenn ich ausnahmsweise nur ein Bankdarlehen erhalte, wie hoch ist die Belastung?

Die Zinssätze werden von der KfW-Bank festgelegt. Die genauen Konditionen des KfW-Darlehens sowie einen Tilgungsrechner finden Sie hier.

Dauer der Förderung, Studienfachwechsel

Ab wann bekommt man BAföG?

Ab dem Monat der Antragstellung bzw. frühestens ab Ausbildungsbeginn.

Es wird immer in ganzen Monaten gerechnet. Das heißt, wenn die Vorlesungen z. B. am 15. Oktober beginnen, wird der volle Betrag für Oktober geleistet.

Wie lange bekommt man BAföG?

An Hochschulen entspricht die Förderungshöchstdauer der Regelstudienzeit. Sie ist auf der Immatrikulationsbescheinigung angegeben.

Die Hochschule legt die Regelstudienzeit in der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung fest.

Was ist ein Bewilligungszeitraum (BWZ)?

"Bewilligungszeitraum" sind die Monate, für die Ihnen Ausbildungsförderung bewilligt wird. Das ist auf jedem Bescheid angegeben. Der Bewilligungszeitraum umfasst normalerweise 12 Monate (2 Semester). Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums erhalten Sie nur noch Förderung, wenn Sie wieder einen Antrag stellen. Denken Sie daran, dies rechtzeitig zu tun!

Gibt es über die Regelstudienzeit hinaus BAföG?

Ja, wenn schwerwiegende Gründe vorliegen - z. B. Verzögerung durch Krankheit, Behinderung, Schwangerschaft oder Kindererziehung. Es muss ein Zusammenhang zwischen dem angeführten Grund und der Verzögerung des Studiums bestehen.

Wichtig: Bei chronischen oder lange andauernden Erkrankungen benötigen wir Nachweise über eine ärztliche Behandlung. Es genügt z. B. nicht, wenn ein Arzt attestiert, dass jemand in den letzten zwei Jahren durch eine Krankheit eingeschränkt war (kein rückwirkendes Attest!).

Was ist, wenn ich keinen Verzögerungsgrund (mehr) habe, aber mein Studium trotzdem nicht in der Regelstudienzeit abschließen kann?

Nach der - ggf. verlängerten - Förderungshöchstdauer können bis zu 12 Monate noch durch Bankdarlehen gefördert werden. Die "Hilfe zum Studienabschluss" gibt es allerdings erst ab dem Monat der Zulassung zur Abschlussprüfung. Wenn keine formale Absschlussprüfung vorgesehen ist, kommt es nur auf die Dauer bis zum voraussichtlichen Abschluss an.

Die Hochschule muss das Vorliegen der Voraussetzungen bescheinigen. Besorgen Sie sich dazu bitte unseren Vordruck.

Wenn kein BAföG-Anspruch mehr besteht, kann unter Umständen für bis zu vier Semester durch die Darlehenskasse der Bayerischen Studentenwerke e.V. ein Darlehen gewährt werden. Die Konditionen für diese Darlehen sind sehr günstig.

Kann ich BAföG auch nach einem Wechsel der Fachrichtung erhalten?

Lassen Sie sich zu diesem Thema von uns vor dem Fachwechsel beraten!

Nur wenn der Wechsel vor dem vierten Semester vorgenommen wird und ein wichtiger Grund vorliegt (Eignungsmangel oder grundlegender Neigungswandel), kann das andere Studium gefördert werden. Der Grund muss schriftlich dargelegt werden, wenn Sie nach dem zweiten Semester in eine andere Fachrichtung wechseln. Kein wichtiger Grund ist die Einschätzung der beruflichen Perspektiven nach Abschluss des Studiums.

Das bisherige Studienfach darf nicht zur Überbrückung weiter belegt werden. Andernfalls wird angenommen, dass kein wichtiger Grund vorlag (der Wechsel muss "unverzüglich" erfolgen).

Bei einem Wechsel ab Beginn des vierten Semesters können nur noch "unabweisbare Gründe" anerkannt werden (z. B. Allergie bei Chemiestudent, Querschnittslähmung bei Sportstudent, etc.). Ein endgültiges Scheitern bei der Zwischen- oder Abschlussprüfung ist kein solcher Grund.

Wenn im neuen Studiengang Semester angerechnet werden, zählen sie bei der Bestimmung der zeitlichen Grenze für den Wechsel nicht mit.

Werden im neuen Studienfach alle bisherigen Semester voll angerechnet, handelt es sich nicht um einen Fachwechsel, sondern nur um eine Schwerpunktverlagerung. Auf die Dauer der neuen Ausbildungsrichtung kommt es nicht an. Die Anrechnung muss belegt werden, z. B. durch die Immatrukulationsbescheinigung, aus der sich die Einstufung in ein entsprechendes höheres Semester ergibt.

Wird eine Zweit-, Ergänzungs- oder Vertiefungsausbildung gefördert?

In Einzelfällen ja, siehe dazu www.bafög.de.

Wird ein Masterstudiengang gefördert?

Ja, aber grundsätzlich nur, wenn zuvor ein Bachelorstudium abgeschlossen worden ist und nicht ein Diplom- oder Magisterstudium. In seltenen Ausnahmen kann ein Masterstudium auch als Zweitstudium gefördert werden (siehe www.bafög.de).

Altersgrenze

Spielt das Alter eine Rolle?

Ja, man darf bei Studienbeginn das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Für den Beginn eines Masterstudiums gilt eine Altersgrenze von 35 Jahren. Es gibt Ausnahmen von der Altersgrenze. Details dazu finden Sie unter www.das-neue-bafoeg.de.

Leistungsnachweis

Der Leistungsnachweis nach § 48 BAföG

Aus gegebenem Anlass weist das Amt für Ausbildungsförderung auf Folgendes hin:

1. Bedeutung

Der Leistungsnachweis muss für eine Förderung ab dem fünften Semester vorliegen. Er kann innerhalb von vier Monaten nachgereicht werden. Ohne den Leistungsnachweis kann im 5. Fachsemester keine Ausbildungsförderung ausgezahlt werden.

2. Wer stellt den Nachweis wann aus?

Die Hochschule muss das Erreichen der Leistungen des vierten Semesters -bis zum Ende des vierten Semesters!- bestätigen. Zuständig ist der "BAföG-Beauftragte" für den jeweiligen Fachbereich. Andere Personen können den Leistungsnachweis nicht ausstellen! Die Hochschule legt die Leistungskriterien fest.

Bis zum vierten Monat des vierten Semesters genügt es auch, wenn der Leistungsstand des 3. Fachsemesters bestätigt wird.

3. Wie muss der Leistungsnachweis aussehen?

Der Leistungsnachweis ist auf dem Formblatt 5 auszustellen. Ausnahmen gelten nur, wenn die Hochschule die erreichten und die benötigten Leistungspunkte zum Ende des vierten Semesters mitteilt oder eine formale Zwischenprüfung abgelegt wurde.

Ein Nachweis über die erreichten Leistungspunkte (ECTS) ist nur möglich, wenn der Ausdruck der Hochschule erkennen lässt, an welchem Tag die Gesamtpunktzahl erreicht wurde.

4. Wer ist an der Hochschule zuständig?

Die Hochschule ist zur Ausstellung des Leistungsnachweises gesetzlich verpflichtet (§ 47 BAföG).

Hier können Sie eine Liste mit den Personen abrufen, die dem Amt für Ausbildungsförderung von den Hochschulen als Berechtigte mitgeteilt wurden. Genaueres und einen aktuelleren Stand teilt die Hochschule mit.

Der Gesetzestext ist hier verlinkt: § 47 BAföG und § 48 BAföG.

Welche Leistungen muss ich nachweisen?

Beim Hochschulbesuch muss zu Beginn des fünften Semesters nachgewiesen werden, dass die "üblichen Leistungen" des jeweils errreichten Semesters vorliegen.

Der Nachweis erfolgt durch ein Zeugnis über eine bestandene Zwischenprüfung  oder das Formblatt 5, auf dem die Hochschule das Erreichen des üblichen Leistungsstands bestätigt.

Wichtiger Hinweis: Die mit der Gesetzesänderung 2010 eingeräumte Möglichkeit, den Leistungsnachweis durch den Nachweis der ECTS-Punkte zu erbringen, kann aktuell in München nicht genutzt werden, da die Hochschulen nicht mitgeteilt haben, wie viele Punkte jeweils für jeden Studiengang erreicht sein müssen. Außerdem sind die sogenannten Transcript of Records (ECTS-Kontoauszug) nicht in allen Fällen geeignet, den Nachweis zu erbringen. Verwenden Sie bitte das Formblatt!

Der Leistungsnachweis muss während des Studiums nur einmal vorgelegt werden. Wird erst nach dem fünften Semester erstmals BAföG beantragt (oder war die Förderung unterbrochen und liegt noch kein geeigneter Leistungsnachweis vor), müssen die Leistungen für das entsprechende höhere Fachsemester nachgewiesen werden.

Gibt es Ausnahmen beim Leistungsnachweis?

Wenn Sie eine Verzögerung Ihres Studiums nicht vermeiden können (z. B. bei Krankheit, Schwangerschaft, Kindererziehung, Gremientätigkeit, Nichtbestehen einer Zwischenprüfung mit "Aufstiegscharakter" (d. h. es können wegen der Studienordnung keine Leistungen aus einem höheren Semester erbracht werden)), kann - auf Antrag - der Leistungsnachweis zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt werden.

Sie müssen die Gründe schriftlich darlegen. Insbesondere bei Krankheit oder Tätigkeit in Hochschulgremien muss sich ein Zusammenhang zwischen dem angegebenen Grund und der Dauer der Verzögerung erkennen lassen. Ausfallzeiten wegen Krankheit müssen grundsätzlich durch Krankschreibung oder ein ärtzliches Attest über die Bahandlung belegt werden.

Elternabhängige Förderung

Wie viel dürfen meine Eltern verdienen?

Diese Frage kann nicht allgemein gültig mit einer konkreten Zahl beantwortet werden. In welcher Höhe Einkommen der Eltern angerechnet wird, hängt vor allem von der Anzahl der Geschwister in Ausbildung ab. Aber auch andere Faktoren spiele eine Rolle, z. B. ob die Eltern miteinander verheiratet sind. Eine eigene überschlägige Berechnung können Sie unter www.bafoeg-forum.de durchführen. Beachten Sie dazu die Hinweise oben.

Berechnungsbeispiele finden Sie unter www.bafög.de.

Wie wird das Einkommen ermittelt?

Maßgeblich sind die positiven Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Diese ergeben sich in aller Regel aus dem Steuerbescheid. Bei den Eltern kommt es auf das Einkommen im vorletzten Kalenderjahr vor der Antragstellung an. Etwas anderes gilt nur bei der Stellung eines Aktualisierungsantrags.
Abgezogen werden vor allem die gezahlten Steuern und die Sozialversicherungsbeiträge (bzw. private Absicherung) - letzteres nur in pauschaler Höhe.
Daneben gibt es noch Ausnahmen, was zusätzlich zum Einkommen gerechnet (§ 21 Abs. 3, siehe auch EinkV) und was nicht berücksichtigt wird, auch wenn es eigentlich zu den Einkünften nach dem Einkommensteuergesetz zählt (§ 21 Abs. 4). Mehr Details bei www.das-neue-bafoeg.de.

Meine Eltern sind geschieden/nicht verheiratet. Ist das Einkommen meines Vaters/meiner Mutter trotzdem noch anzurechnen?

Ja, es sind immer die Einkommen beider Elternteile anzurechnen. Das gilt auch, wenn Sie zu einem Elternteil keinen Kontakt pflegen.

Wie wird Vermögen meiner Eltern angerechnet?

Überhaupt nicht!

Wird Kindergeld angerechnet?

Nein. Etwas anderes gilt nur in einem etwaigen Unterhaltsverfahren.

Ich bin verheiratet. Wird das Einkommen meiner Eltern trotzdem noch angerechnet?

Ja. Durch die Eheschließung erlischt die elterliche Unterhaltspflicht nicht. Das Einkommen des Ehegatten / des eingetragenen Lebenspartners wird jedoch vorrangig angerechnet.

Wann wird man elternunabhängig gefördert?

Zunächst vorweg: Es gibt keinen "Antrag auf elternunabhängiges BAföG". Es wird vielmehr von Amts wegen geprüft, ob sich aus Ihrem Lebenslauf eine Förderung ohne Anrechnung des Elterneinkommens ergibt.

Das Gesetz sieht folgende Fälle vor (Auszug):

Einkommen der Eltern bleibt außer Betracht, wenn der Auszubildende

1. [für Studium irrelevant]

2. bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat [siehe aber Altersgrenze!].

3. bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre erwerbstätig war.

4. bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Abschluss einer vorhergehenden, zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre oder im Falle einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig war.

Es genügt, dass eine der Voraussetzungen erfüllt ist.

Wichtig: Die Nummern 3 und 4 gelten nur, wenn Sie in den Jahren der Erwerbstätigkeit in der Lage waren, sich aus deren Ertrag selbst zu unterhalten. Für Zeiten ab April 2001 ist in den Verwaltungsvorschriften geregelt, dass Sie durchschnittlich mindestens 120% des BAföG-Bedarfs im Monat verdient haben müssen. Aktuell sind das 716 € (Stand Oktober 2012). Bestimmte Zeiten werden als Ersatz für eine Erwerbstätigkeit anerkannt (z. B. Wehrdienst).

Was ist, wenn meine Eltern den im Bescheid angerechneten Betrag nicht bezahlen können/wollen?

Vorab: Wenn das aktuelle Einkommen der Eltern wesentlich niedriger ist als im vorletzten Kalenderjahr, kann ein Aktualisierungsantrag in Betracht kommen. Da dieser Antrag auch nachteilig sein kann und zudem oft falsch ausgefüllt wird, fragen Sie bitte bei uns nach.

Zahlen die Eltern den im Bescheid angerechneten Betrag nicht, egal aus welchen Gründen, kann ein Vorausleistungsantrag gestellt werden.

Wenden Sie sich in beiden Fällen bitte an das BAföG-Service-Zentrum!

Wichtig: Sie müssen sich zuerst an Ihre Eltern wenden, da auch Sie selbst eine Mitwirkungsverpflichtung trifft. Wenn Sie den Vorausleistungsantrag stellen, müssen Sie das Vorliegen der Voraussetzungen versichern. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre Eltern zur Zahlung des im Bescheid genannten Betrags ("angerechnetes Einkommen") aufgefordert haben.

Ihre Angaben werden bei der Anhörung Ihrer Eltern nachgeprüft!

Vorausleistung wird grundsätzlich vom Beginn des Monats an erbracht, in dem ein Antrag auf Vorausleistung gestellt wird. Rückwirkend wird Vorausleistung nur geleistet, wenn der Antrag auf Vorausleistung innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntgabe des Bescheids gestellt wird (Bsp.: Zugang des Bescheids für den Bewilligungszeitraum Oktober 2013 bis September 2014: 16.10.2013. Antrag auf Vorausleistung bis spätestens am 16.12.2013, dann rückwirkende Bewilligung der Vorausleistung ab Oktober 2013).

Was kann ich tun, wenn mir meine Eltern keine Unterlagen geben oder das Formblatt nicht ausfüllen?

Wenn Ihre Eltern bei der Antragstellung nicht mitwirken, können Sie einen Vorausleistungsantrag stellen. Wenden Sie sich dazu bitte an unser BAföG-Service-Zentrum.

Die Eltern sind zur Mitwirkung gesetzlich verpflichtet. Sie müssen zumindest an das Amt für Ausbildungsförderung die für die Einkommensprüfung notwendigen Unterlagen schicken. Wenn sie sich weigern, kann ein Verwaltungszwangsverfahren eingeleitet oder ein Bußgeld verhängt werden.

Wichtig: Sie müssen sich zuerst an Ihre Eltern wenden, da auch Sie selbst eine Mitwirkungsverpflichtung trifft. Wenn Sie den Vorausleistungsantrag stellen, müssen Sie das Vorliegen der Voraussetzungen versichern. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre Eltern zur Mitwirkung bzw. zur Unterhaltsleistung aufgefordert haben.

Ihre Angaben werden bei der Anhörung Ihrer Eltern nachgeprüft!

Eigenes Einkommen

Wie viel darf ich dazuverdienen?

Während eines Bewilligungszeitraums von 12 Monaten ca. 4.818 Euro brutto ("400-Euro-Job"). Es gilt der Durchschnittsverdienst, wie viel in einem einzelnen Monat verdient wird spielt keine Rolle.

Achtung: Bei Vergütung für ein Praktikum und bei Waisenrente gelten wesentlich strengere Anrechnungsregelungen!

Wie wird eine Praktikumsvergütung angerechnet?

Vom Einkommen wird die Werbungskostenpauschale abgezogen. Verbleibt ein Rest, kommt es zur Anrechnung.

Was zählt zu meinem Einkommen?

Grundsätzlich gilt das Gleiche wie bei den Eltern. Beim eigenen Einkommen ist aber immer das aktuelle Einkommen im Bewilligungszeitraum entscheidend. Es muss daher bei der Antragstellung im Voraus geschätzt werden. Bei einer zu niedrigen Schätzung kommt es unter Umständen zu einer Rückforderung, was zu einer Finanzierungslücke im nächsten Bewilligungszeitraum führen kann!

Vermögensanrechnung

Wie viel Vermögen darf ich haben?

Am Tag der Antragstellung nicht mehr als 5.200 Euro (bei Verheirateten 7.000 Euro; zzgl. 1.800 Euro für jedes eigene Kind) - alles darüber hinaus wird voll angerechnet. Die Angaben können überprüft werden!

Zählt ein PKW auch zu meinem Vermögen?

Ja. Nach neuerer Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Pkw grundsätzlich kein (nicht zu berücksichtigender) Haushaltsgegenstand. Der Wert des Autos ist daher zum Tag der Antragstellung anzugeben.

Wie werden Grundstücke bewertet?

Mit dem Verkehrswert. Der Einheitswert spielt keine Rolle.

Was ist, wenn sich mein Vermögen oder meine Schulden nach der Antragstellung ändern?

Vermögensänderungen nach der Antragstellung werden im laufenden Bewilligungszeitraum nicht berücksichtigt.

Förderung im Ausland

Kann ich für ein Studium im Ausland Förderung erhalten?

Ja - für ein Studium in EU-Ländern ab dem 1. Fachsemester bis zum Studienabschluss. Für ein Studium in Nicht-EU-Ländern in der Regel bis zu 2 Semester. Siehe hierzu auch www.das-neue-bafoeg.de.

Wo muss ich die Förderung für ein Auslandsstudium beantragen?

Dafür gibt es so genannte Auslandsämter. Siehe Verzeichnis unter: www.das-neue-bafoeg.de.

Förderung für Ausländer

Kann ich als Ausländer/Ausländerin Förderung erhalten?

Ja, unter bestimmten Bedingungen. Näheres finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums www.das-neue-bafoeg.de.

Andere Förderungsmöglichkeiten

Gibt es andere Förderungsmöglichkeiten?

Neben dem BAföG gibt es eine große Anzahl Stipendien. Informationen hierzu finden Sie beim Stipendienreferat Ihrer Hochschule oder unter www.stipendienlotse.de.

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Finanzierungsmöglichkeiten für Sie überhaupt in Frage kommen, wenden Sie sich bitte an die Allgemeine BAföG-Beratung.

Was ist der Bildungskredit?

Ein Zinsdarlehen für bis zu 24 Monate als zusätzliches Förderungsinstrument des Bundes. Einzelheiten dazu finden Sie unter: www.bildungskredit.de.

Was ist das Deutschland-Stipendium?

Das "Deutschland-Stipendium" ist ein leistungsabhängiges Stipendium, das über die Hochschulen vergeben wird. Nähere Informationen erhalten Sie hier: www.deutschland-stipendium.de.

Bis zu 300 € bleiben beim BAföG unberücksichtigt.

Das Studentenwerk kann keine Beratung zum Deutschland-Stipendium anbieten. Bitte wenden Sie sich an Ihre Hochschule.

Kann ich mich von den GEZ-Gebühren befreien lassen?

Ja, wenden Sie sich bitte mit der Bescheinigung, die Sie von uns mit Ihrem BAföG-Bescheid erhalten, an die GEZ, welche die Möglichkeit der Befreiung auf Antrag prüft.